Kirschlorbeer Hecken – dichter Wuchs und ganzjährig grün

lange Kirschlorbeerhecke
Die Kirschlorbeerhecke ist immergrün und sehr blickdicht - Foto: Labemax / depositphotos.com

Dichte Hecken sind essenziell für die Strukturierung eines Gartens und die Abschirmung von anderen Grundstücken oder fremden Blicken. Eine sehr gute Wahl ist hierbei der Kirschlorbeer mit seinen leuchtend weißen Blüten und den kleinen schwarzen Früchten, die er im Spätsommer trägt.

Kirschlorbeer: Eine prächtige Hecke

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Der Kirschlorbeer wird botanisch auch Prunus laurocerasus genannt und gehört zur Familie der Rosen. Er ist verwandt mit Kirschen und Pflaumen, nicht aber mit dem Lorbeer selbst – somit ist der Name eigentlich irreführend. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Kleinasien und den Balkanländern und ist als Neophyt in unsere Breiten eingewandert.

In der freien Natur und in seiner Heimat wird der Kirschlorbeer bis zu stattliche sieben Meter hoch, in unseren Gärten sind es ungefähr vier. Mit seinem dichten Wuchs eignet sich die Kirschlorbeer Hecke perfekt als Sichtschutz, auch wenn er nur sehr wenigen Vögeln und keinen Insekten einen Lebensraum bietet. Die Blätter ähneln typischen Lorbeerpflanzen, sie spitzen sich nach vorn länglich zu und haben eine glänzende, grüne Farbe.

Der Kirschlorbeer blüht von April bis Juni und trägt dabei aufrecht stehende, cremeweiße Blütenstände. Anschließend bilden sich runde, schwarze Früchte. Doch Vorsicht: Genau wie die Blätter sind die Früchte im Rohzustand giftig für den Menschen. Kleinkinder und Haustiere sollten nicht in die Nähe des Strauches gelangen.

Ansprüche und Pflege des Kirschlorbeers

Der Kirschlorbeer wird am besten im Frühling oder Herbst eingepflanzt. Es sollte ein Loch in möglichst lockeren Boden gegraben werden, das etwa doppelt so groß ist wie der Wurzelballen. Das Loch kann mit Rindenmulch bedeckt werden, es sollte keine Hohlräume geben. Anschließend ist der Kirschlorbeer recht pflegeleicht und stellt vergleichsweise geringe Ansprüche an den Gärtner.

Kirschlorbeer kann sowohl an sonnigen oder schattigen Standorten als auch im Halbschatten gepflanzt werden. In kalten Gegenden empfiehlt sich im Schatten jedoch ein Windschutz. Nährstoffreiche, lehmige Böden eignen sich am besten für das Gedeihen der Pflanze, doch selbst trockeneren Untergrund und Sand kann sie vertragen. Nässestau in der Erde sollte hingegen tunlichst vermieden werden.

Gewässert werden muss im Grunde nur, wenn es wirklich sehr trocken wird. Dann können die Blätter braun werden und abfallen, sie wachsen jedoch schnell wieder nach. Der Kirschlorbeer sollte zweimal im Jahr zurückgeschnitten werden: einmal im Frühjahr und ein weiteres Mal im Hochsommer. Im Spätsommer macht sich außerdem Dünger mit Kalium gut, denn er schützt vor dem kommenden Frost. Vermehrt werden kann die Hecke durch Stecklinge, von denen beim Schneiden viele anfallen, oder Aussaat.

Die Verwendung von Kirschlorbeer im Garten

Wie alle anderen Heckenpflanzen eignet sich auch der Kirschlorbeer sehr gut für die Strukturierung eines Gartens, aber auch als Schutz gegen Wind und ungewollte Beobachter. Der Strauch ist immergrün und wirft keine Blätter ab. Dadurch ist er selbst im Winter eine wundervolle Zierde, die sogar Minusgrade aushalten kann. Die schwarzen Steinfrüchte des Kirschlorbeers sind im Rohzustand giftig, können aber gekocht und zu Marmelade oder leckerem Gelee verarbeitet werden.

Auf so gut wie allen Bodenarten wächst der Kirschlorbeer recht schnell. Das macht ihn zu einem großartigen Highlight für noch junge, neu angelegte Gärten. Sie bekommen durch die dicht wachsende Heckenpflanze schnell Form und Struktur. Auch der Strauch selbst kann zu interessanten Formen und Bildern geschnitten werden. Am besten eignen sich dafür eine manuelle Handheckenschere und für die stärkeren Hölzer eine Astschere.

Es gibt viele verschiedene Sorten Kirschlorbeer. Letztendlich muss jeder Käufer für sich selbst entscheiden, welche davon er kaufen möchte. Am meisten unterscheiden sich die Sorten in ihrem Wuchs und dessen Geschwindigkeit. Manche lassen sich besser formen als andere, einige haben sehr markant gestaltete Blätter. Die optische Wirkung ist hierbei entscheidend für die Auswahl.