Blattläuse und Co. im Garten

Herrscht draußen eine schwülwarme Witterung, können Blattläuse zur echten Plage werden. Sie machen sich daran den Pflanzensaft zu saugen und hinterlassen zusätzlichen klebrigen Honigtau. Und auf diese können sich Rußpilze sammeln. Wir wollen deshalb die besten Tipps zur Bekämpfung von Blattläusen in diesem Ratgeber vorstellen. So bekämpfen Sie Blattläuse umweltschonend.

Die Plagegeister ohne Chemie bekämpfen

Jedes Jahr machen die Blattläuse unseren Gartenpflanzen schwer zu schaffen. Die Plagegeister treten in Massen auf und setzen sich dicht nebeneinander auf die Triebspitzen. Nachfolgend wollen wir Tipps vorstellen, mit denen sich die Blattläuse effektiv aber umweltschonend bekämpfen lassen.

1. Befallene Triebe abschneiden

Blattläuse bevorzugen das Hausen auf jungen Blättern und Trieben. Das liegt daran, dass das Zellgewebe an jungen Pflanzenteilen noch sehr weich ist. Die Blattläuse gelangen also leicht an das Innere, um den Pflanzensaft herauszusaugen. Dadurch wird allerdings auch die Bekämpfung erleichtert: Die meisten Pflanzen haben nämlich nichts dagegen, dass von Blattläusen befallene Triebe mit der Gartenschere einfach weggeschnitten werden.

2. Die weiße Fliege macht sich breit

Die Mottenschildlaus welche als weiße Fliege bekannt ist, bevorzugt Gewächshäuser in denen sie ihr Unwesen treiben kann. Dort befällt sie mit Vorliebe Gurken und Tomaten. Um den Befall zu überprüfen, bietet es sich an Gelbtafeln aufzustellen. Sobald Sie die ersten weißen Fliegen gefangen haben, können Sie Schlupfwespen aussetzen, welche dafür Sorge tragen, dass die Schädlinge parasitiert werden. Die Schlupfwespen lassen sich bequem im Internet bestellen. Ihre Larven werden auf kleinen Kartonkärtchen mit der Post geliefert. Diese hängen Sie dann einfach im Gewächshaus auf und warten ab, bis die Schädlinge Ihre Arbeit erledigt haben.

3. Die Feinde der Blattläuse fördern

Die effizientesten Helfer im Rahmen der Schädlingsbekämpfer sind Marienkäfer und Ihre Larven. Ein ausgewachsener Käfer vertilgt bis zu 90 Larven täglich. Deren Larven schaffen es sogar auf 150 Blattläuse täglich. Die Schwebefliegenlarve vernichtet täglich bis zu 100 Larven und erweist sich damit ebenfalls als besonders effektiv im Kampf gegen die Schädlinge. Die Larven der Florfliege schaffen es ebenfalls auf bis zu 50 Blattläuse pro Tag. Die Räuber vermehren sich bei einem guten Nahrungsangebot, womit sich schon nach wenigen Wochen ein Gleichgewicht zwischen Blattläusen und Fliegen eingestellt hat. Mit dem Verzicht auf Pflanzenschutzmittel fördern Sie dieses Wachstum. Die Schwebefliegen ernähren sich ausschließlich vom Nektar der Pflanzen und deren Pollen. Die Pflanzen tragen somit keinen Schaden davon.

4. Blattläuse natürlich bekämpfen

Blattläuse mögen den Geruch von Knoblauch nicht. Viele Hobbygärtner konnten bereits beobachten, wie sich die Blattläuse gar nicht erst ausbreiten, wenn man ein paar Zehen tief in den Topfballen steckt. Bei dieser Methode handelt es sich jedoch um eine Präventivmaßnahme. Haben sich die Blattläuse erst einmal breitgemacht, ist es zu spät um Knoblauchzehen einzusetzen. Dann kann eine Rhabarberblatt-Brühe hergestellt werden. Dazu werden 500 g der Blätter in drei Liter Wasser gegeben und 30 Minuten lang gekocht. Anschließend wird die Flüssigkeit abgeseiht und in eine Sprühflasche eingefüllt. Es ist ausreichend, die befallenen Pflanzen einmal wöchentlich damit zu besprühen.

5. Vorbeugen im Herbst und Winter

Sobald die Saison ausklingt, beginnen die Blattläuse damit ihre Eier an Gehölzern abzulegen. Aus diesen Eiern schlüpft dann die nächste Generation. Wer Obstbäume im Garten schützen möchte, sollte diese gründlich mit einer Bürste abreiben, bevor der Weißanstrich ansteht. Auf diese Weise können Sie die Läuse welche sich zum Überwintern eingenistet haben, entfernen. Außerdem ist es im Winter hilfreich, die Pflanzen mit einem ölhaltigen Präparat einzusprühen. Dafür eignet sich ein Pflanzenöl, welches sich auf die Eier legt und dafür sorgt, dass diese absterben, indem der Sauerstoffaustausch unterbunden wird.