Ameisen im Gewächshaus: Was tun?

Ameisen im Gewächshaus
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Chemische Produkte vernichten Insekten, aber auch Pflanzen!

Ameisen im Gewächshaus – was tun? Diese Frage stellen sich viele Gewächshausbesitzer, wenn sie die kleinen Insekten zwischen ihren Pflanzen entdecken. Dabei sind Ameisen im Gewächshaus nicht selten, denn Ameisen leben mit Blattläusen meist in einer Art Symbiose. Ameisen schützen die Blattläuse vor anderen Fressfeinden. Aber gerade die Blattläuse sind in Gewächshäusern nicht besonders gern gesehen. Beim ersten Anzeichen von Ameisen im Gewächshaus nutzen viele Gärtner die zahlreichen chemischem Mittelchen, die auf dem Markt angeboten werden, um den Insekten den Kampf anzusagen. Doch genau von diesen chemischen Produkten ist abzuraten, denn sie vernichten nicht nur die Insekten, sondern schädigen häufig zugleich auch die Pflanzen.

Ameisen im Gewächshaus – Einige nützliche Hausmittel zur Vertreibung von Ameisen

Insekten wie Ameisen sind meist recht nützliche Gesellen, aber in einem Gewächshaus sollten sie nicht beheimatet sein. Um die Ameisen schnell wieder los zu werden, gibt es einige sehr nützliche Tipps. Die einfachste und beste Möglichkeit ist die Ameisen einfach umzusiedeln. Hierfür müssen Sie einfach einen Blumentopf mit Holzwolle oder Erde befüllen und ihn falsch herum auf das Nest der Ameisen setzen. Die Ameisen werden mit der Zeit in den Blumentopf umwandern – sobald das passiert ist, kann der Blumentopf mit einem Spaten hochgehoben werden. Den Blumentopf mit den Ameisen stellen Sie nun einfach an einen anderen Ort und schon sollte die Ameisenplage der Vergangenheit angehören.

Bei einer besonders schlimmen Ameisenplage, können Sie die Insekten auch mittels einer Überschwemmung vertreiben. Dazu muss der befallene Blumenkasten einfach wiederholt mit viel Wasser überschwemmt werden. Anschließend ziehen die Ameisen in der Regel von ganz alleine um.

Ameisen können aber auch mit Jauche bekämpft werden. Dazu müssen Sie 300 Gramm frisches Wermutkraut und 30 Gramm getrocknetes Wermutkraut in 10 Liter Wasser anrühren. Diese Brühe muss nun 14 Tage stehen und kann anschließend einfach in den Bau der Ameisen gegossen werden. Alternativ dazu können Sie aber auch an einigen Stellen im Gewächshaus ätherische Kräuter aufstellen. Diese verstören die Ameisen und sorgen für eine dauerhafte Vertreibung. Auch viele andere Produkte, die eine hohe Geruchsintensität haben, können hierfür zum Einsatz kommen. Zitronen, Essig oder Zimtpulver zählen dabei zu den beliebtesten Mitteln. Eine Kombination aus Zucker und Hirschhornsalz sorgt dafür, dass die Ameisen mit Ammoniak vergiftet werden.

Einen Ameisenbefall vermeiden

Selbstverständlich können Sie einen Ameisenbefall auch gänzlich vermeiden, indem Sie einige ganz einfache Tricks anwenden. Bei einem Gewächshaus sollten zum Beispiel alle Zugänge versperrt werden. Ritzen und Spalten sollten unbedingt vermieden werden. Silikon oder Leim eignen sich hierfür am besten. Zusätzlich gibt es im Handel mittlerweile einige selbstklebende Barrieren zu erwerben,  die unteranderem auch als Versperrung dienen können. Ein weiterer Tipp ist das Ziehen eines Kreidestrichs, denn Ameisen mögen wohl keine Kreide und somit werden sie den Kreidestrich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht überwinden können. Wichtig ist, dass der Kreidestrich allerdings komplett durchgehend ist und um das gesamte Gewächshaus gezogen wird.

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Schädlinge im Gewächshaus und ihre Vernichtung

Grundsätzlich ist ein Gewächshaus verschlossen, aber trotzdem gelingt es einigen Schädlingen immer wieder einzudringen und die Pflanzen zu befallen. Zu den bekanntesten Schädlingen gehören Folgende: Falscher Mehltau, Echter Mehltau, Spinnmilben, Weiße Fliege, Blattläuse, Wanzen und Kugelspringer.

Der sogenannte falsche Mehltau entsteht häufig bei zu hoher Luftfeuchtigkeit. Gerade Gurkenpflanzen werden von diesen Schädlingen häufig befallen. Die Blätter verlieren ihre Farbe und werden mit der Zeit gelb. Der falsche Mehltau verbreitet sich sehr schnell und gerade im Gewächshaus kann er für eine langanhaltende Infektion sorgen. Die wichtigste Maßnahme gegen den falschen Mehltau ist regelmäßiges Lüften. Die Taufeuchte muss unbedingt trocknen, damit die Feuchtigkeit verschwindet.

Der echte Mehltau befällt meist Gurken-,  Kürbis- und Zucchini-Pflanzen. Die grünen Blätter bekommen mehlartige Flecken und verlieren ihre grüne Farbe. Sie werden grau und sterben ab. Damit der echte Mehltau keine Chance hat, gilt es die Pflanzen regelmäßig zu befeuchten, denn der echte Mehltau entsteht nur bei zu trockenen Pflanzen.

Die Spinnmilben zeigen sich meist durch helle Flecken auf den Blättern von Gurkenpflanzen. Mit der Zeit werden die Flecken größer und die Blätter sterben ab. Damit Spinnmilben nicht auftreten, muss das Gewächshaus nach einer Gurkenernte komplett gereinigt werden. Außerdem sollten Ziergewächse vermieden werden, denn diese werden oftmals schnell von Spinnmilben befallen.

Die weiße Fliege sitzt meist auf der Unterseite des Blattes und wird häufig nur dann gesehen, wenn man die Blätter leicht anstößt. Die weiße Fliege ist nur im Gewächshaus zu finden und setzt sich bevorzugt an Erdbeeren, Grünkohl und Rosenkohl ab. Zur optimalen Bekämpfung eignen sich Schlupfwespen.

Blattläuse sind wohl das bekannteste Übel bei Gärtnern. Blattläuse kommen immer wieder vor und gerade im Gewächshaus machen die Blattläuse eine immense Entwicklung durch. Überwiegend sind Gurken vom Befall betroffen. Sogenannte Florfliegenlarven können die Blattläuse fressen und somit den Befall beseitigen.

Die Wanzen durchlöchern die befallenen Blätter und fressen die jungen Triebe. Gerade Gurken im Gewächshaus sind sehr häufig von Wanzen befallen. Eine optimale Bekämpfungsmethode von Wanzen ist bislang leider nicht bekannt.

Der Kugelspringer sorgt ebenfalls für eine Art Lochfraß an den Blättern. Sie springen von Blatt zu Blatt sobald sich die Blätter berühren. In der Regel sind die Kugelspringer eher selten zu finden und verursachen eigentlich auch keinen großen Schaden. Eine Bekämpfung ist in der Regel nicht notwendig.

Schädlinge im Gewächshaus können unangenehm sein und teilweise großen Schaden anrichten. Je nach Schädlingsart stehen einige Bekämpfungsmöglichkeiten zur Verfügung, um die Pflanzen im Gewächshaus ausreichend zu schützen.

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