Endlich ist es wieder so weit: Der Frühling startet durch, die Sonne scheint und die Temperaturen steigen. Was kommt einem da sofort in den Sinn? Natürlich, raus in den Garten und den Grill anwerfen! Gleichzeitig ärgern sich viele Menschen aber auch über ihren „Winterspeck“, der bis zum Sommer unbedingt weg sein soll. Doch „Grillen“ und „gesund“, genauer gesagt „kalorienarm“ – ist das überhaupt miteinander vereinbar? Wenn man es richtig macht, ja, wie wir hier zeigen!
Gesunde Alternativen zum üblichen Grillfleisch
Das typischerweise auf dem Grill landende Steak von Schwein oder Rind lässt sich nicht wirklich mit einer gesunden, kalorienreduzierten Ernährung vereinbaren, dafür enthalten diese Fleischsorten viel zu viel Fett. Auch die Bratwurst ist eine wahre Kalorienbombe. Besser eignen sich hingegen Geflügel und Fisch, die fettarm und schön eiweißreich sind. Viele trauen sich jedoch gerade an Fisch nicht heran. Mit dem richtigen Wissen muss sich jedoch keiner scheuen, Fisch auf den Grill zu legen.
Bevor der Fisch überhaupt auf den Grill kommt, sollte er gut abgetrocknet werden. So gelangt keine Flüssigkeit in die Glut. Wie man den Fisch perfekt grillt, hängt immer auch davon ab, ob es sich um Fischsteaks oder ganzen Fisch handelt. Wer ganze Fische grillen will, sollte sie vorher mit einem Messer an der Seite ein paar Mal einschneiden. Und je nach Geschmack würzen: Zitrone, Knoblauch oder Kräuter bieten sich an – erlaubt ist aber alles, was schmeckt.
Fischsteaks sollten auf beiden Seiten kurz angebraten werden. Dann werden sie mit indirekter Hitze fertig gegart. Vorsicht bei Filets: Sie fallen leicht auseinander auf dem Grill und sollten deshalb nicht direkt auf dem Rost landen.
Übrigens: Beim Grillen von Fisch bieten sich Briketts als Brenngut an. Sie rauchen in der Regel weniger als Holzkohle und sorgen so dafür, dass der Fisch mehr von seinem feinen Eigengeschmack erhält.
Bitte wenden – aber nicht zu oft!
Fisch sollte nur einmal gewendet werden. Grund: Da Fisch eine andere Konsistenz hat als Fleisch, ist die Gefahr größer, dass er zerfällt, wenn man ihn mehr als einmal wendet. Damit der Fisch trotzdem gut durchgebraten wird, sollte man ihn auf der einen Seite etwas länger anbraten, das erspart nochmaliges Wenden. Damit der Fisch im Ganzen erhalten bleibt, sollte er erst gewendet werden, wenn er nicht mehr am Rost klebt. Bei großen bzw. dicken Fischen, die mehrmals gewendet werden müssen, empfiehlt es sich, zu Hilfsmitteln wie Aluschalen zu greifen. Profis kaufen sich Fischkörbe, in denen die Fische ganz bequem gewendet werden können. Fisch kann aber auch direkt auf dem Rost gegrillt werden. In diesem Fall ist es allerdings wichtig, Rost und Fisch vorher gut einzuölen. Das verringert die Gefahr, dass der Fisch kleben bleibt und sich in seine Einzelteile auflöst.
Wann der Fisch fertig ist, erkennt man an der Farbe: Erscheint das Fischfleisch weiß, ist er fertig. Ist es noch glasig, muss er weitergaren oder -braten. Wer sich nicht sicher ist, sollte ein Thermometer für seinen Grill kaufen. So lässt sich genau ermitteln, ob die Gartemperatur stimmt, die bei Fischen ca. 60 Grad im Kern betragen sollte.
Gesunde Marinaden und Saucen
Zu einem guten Stück Fleisch oder Fisch vom Grill gehört zuvor auch eine gute Marinade, in die es eingelegt wird, und später eine leckere Soße. Beides sollte man auf jeden Fall selbst machen, denn fertige Marinaden und Grillsoßen enthalten meist sehr viel Zucker, was sie ungesund macht. Damit wird selbst das fettärmste Fleisch zu einer Sünde. Gesunde Marinaden und Soßen bekommt man auch ganz leicht selbst gezaubert, dazu einfach fettarmen Joghurt nach Belieben mit Gewürzen und Kräutern mischen.
Und was ist mit den Beilagen?
Statt Toast mit Kräuterbutter, Grillkäse und Kartoffel- oder Nudelsalat als Beilagen zu servieren, sollte man lieber auf gegrilltes Gemüse und Blattsalat setzen. So lassen sich etwa Zucchini, Paprika und Auberginen in Streifen oder Scheiben geschnitten sehr gut grillen. Auch mit magerem Frischkäse gefüllte Champignons sind eine leckere und leichte Beilage. Und selbst die beliebte Folienkartoffel mit Quark ist kalorienarm.
