Veranda statt Terrasse

Veranda statt Terrasse
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Eine schöne Veranda kann eine Terrasse am Haus ersetzen. Wer sich die Unterschiede ansieht und die Wahl zwischen Veranda und Terrasse hat, wird sich bestimmt für die gemütliche Veranda entscheiden. Die Vorteile der klassischen Veranda gegenüber einer Terrasse sind vielfältig. Wenn man die Fakten beim Für und Wider betrachtet, kann man die Entscheidung leichter treffen.

Veranda als Empfangsraum

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Die Veranda ist an das Haus an der Vorderseite angebaut, es gibt keine freistehende Veranda. Sie dient als Empfangsraum für Besucher direkt am Eingangsbereich. Hier kann man den Postboten ebenso empfangen wie den Nachbarn oder Dienstleister, die man nicht unbedingt in die privaten Räume vorlassen möchte. Ein unverbindliches Treffen auf einen Kaffee oder zum kurzen Plausch kann man auf einer Veranda organisieren. Besucher müssen nicht sofort ins Innere des Hauses kommen, wenn man die Veranda nutzen kann.

Die Veranda als Wind- und Wetterschutz

Die Veranda dient als Wind- und Wetterschutz. Mit ihrem Dach kann sie im Winter den Schnee von der Haustür fernhalten, vor Verwehungen schützen und den Regen weiter vom Eingang entfernt ablaufen lassen. Durch die Seitenwände, die eine Veranda abschließen gegen die Öffentlichkeit, schützt sie vor Wind und von der Seite kommende Niederschläge. Der wettergeschützte Raum kann unterschiedlich genutzt werden. Gartenmöbel, eine Hollywood-Schaukel oder auch gelegentlich die Wäsche zum Trocknen finden hier Platz. Die praktischen Vorteile liegen auf der Hand, man tritt nicht gleich mit nassen Schuhen in das Haus und schützt so den Eingangsbereich vor zu viel Nässe und Schmutz. Im Sommer ist sie ein beschatteter Bereich, der gern genutzt wird.

Privatsphäre durch eine Veranda

Die Bewohner können durch den Anbau einer Veranda ihre Privatsphäre schützen. Man hat von der Straße her nicht sofort den Einblick in den Eingangsbereich. Aufgrund der Seitenwände bietet die Veranda den sich dort aufhaltenden Personen Sichtschutz und Lärmschutz. Der Lärmschutz neben einer stark befahrenen Straße bringt sinnvolle Vorteile. Man kann weder die Straße zu deutlich wahrnehmen noch kann der Lärm einer Party beispielsweise zu leicht nach außen dringen. Es gibt zumindest eine Minderung der Lautstärke.

Die Veranda als erhöhte Sitzfläche

Die Veranda liegt meist als eine etwas erhöhte Sitzfläche mit einem schönen Ausblick auf einem oft aus Holz gebauten Podest. Je höher die Veranda angeordnet ist, desto mehr Übersicht bietet sie über den Eingangsbereich des Hauses. Sie dient also auch einem gewissen Sicherheitseffekt. Man kann mit Bewegungsmeldern und mit Leuchten den Bereich sehr überschaubar gestalten. Die beste Möglichkeit, sich Einbrecher vom Grundstück zu halten, ist eine überschaubare Fläche mit einem nicht einsehbaren Zugang vom Haus aus. Der Überraschungseffekt für ungebetenen Besuch dient der Abschreckung. Es genügen schon Bewegungsmelder mit Leuchten, die die Treppe betonen, um unliebsame Besucher fern zu halten.

Veranda mit Blumenpracht
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Das natürliche Material Holz begeistert mit schönen Farbtönen

Das Holzmaterial der Veranda wirkt warm und wohnlich. Man kann die Hölzer leicht pflegen und genießt immer eine schöne warme Holzfarbe, wenn man die natürlichen Töne mit Lasuren oder farblosem Lack hervorhebt. Die Maserung der Holzarten kommt wunderschön zum Vorschein.

Die Terrasse auf der Rückseite des Hauses

Eine Terrasse ist meist ebenerdig an das Haus auf dessen Rückseite zum Grundstück hin angebaut. Sie liegt oft direkt am Hinterausgang, kann aber auch einzeln im Garten angeordnet werden. Die Terrasse bietet im geschützten Bereich des Gartens mehr Privatsphäre für die Bewohner. Dort kann man üblicherweise grillen, essen und sich erholen. Hier finden die eher privaten Gesellschaften statt zwischen den Familienmitgliedern oder mit Freunden und Verwandten. Die Terrasse ist nicht überdacht oder nur spärlich mit Markisen und Sonnensegel geschützt. Sie bietet nicht so viel Abgrenzung in andere Bereiche wie die Veranda. Der Übergang zum Garten ist fließend meist mit Stauden oder Topfgärten gestaltet.

Unterschiede im Material der Böden

Die Terrasse besteht oft aus Beton- oder Steinmaterial, aber auch aus Holzplanken. Sie bietet eine freie Fläche zur Gestaltung mit gemütlichen Gartenmöbeln, die einen Regenguss aushalten können. Hier wird eher auf das schöne Wetter gesetzt und bei Regenwetter ist die Terrasse nicht nutzbar. Im Winter bietet sie häufig einen unbesuchten Anblick, da es an den Wetterschutzmöglichkeiten wie auf der Veranda fehlt. Die freie Lage macht die Terrasse auch bei Wind sehr ungemütlich. Wer keine Sonnensegel oder Windschutz aus verschiedenem Material aufbaut, kann die Terrasse nur bei schönem, warmem und trockenem Wetter genießen.