Vogelbeschreibung Bachstelze

Bachstelze
Foto: DennisJacobsen / depositphotos.com

Die Bachstelze ist ein kleiner, langschwänziger und ziemlich lebhafter Vogel. Charakteristisch für die Vogelbeschreibung der Bachstelze ist ihr kontinuierliches Auf- und Abwippen mit dem Schwanz. Häufig ist die Bachstelze dabei zu beobachten, wie sie sich auf der Suche nach Nahrung über Rasenflächen oder Parkplätze bewegt. Oft ist ihr Ruf zu hören, wenn sie sich in der Dämmerung in einem undulierenden Flug befindet.

Werbung

Die Bachstelze ist ein häufig vorkommender Vogel im offenen Land in Europa und Asien. Sie kommt nur als seltener und lokaler Sommerbewohner nach Westalaska in Nordamerika. Vogelbeobachter erkennen die Bachstelze am ehesten an ihrem metallischen Ruf, ihrem undulierenden Flug und der charakteristischen Bewegung ihres Schwanzes.

Äußere Merkmale und Eingruppierung der Bachstelze

Die Bachstelze ist eine von etwa zwölf Arten der Vogelgattung Motacilla, aus der Familie der Motacillidae. Bachstelzen sind stark gemusterte Vögel, die an Stränden, Wiesen und Flussufern bevorzugt leben, heute jedoch zuhauf in Städten zu finden sind. Bachstelzen nisten normalerweise auf dem Boden, halten sich aber in Bäumen auf.

Besonders fällt bei der Bachstelze ihr einzigartiges Verhalten auf, denn die Vögel sind vor allem dafür bekannt, dass sie unaufhörlich mit ihren langen Schwänzen auf und ab wedeln. Die Bachstelze wackelt dabei mit ihrem ganzen Körper hin und her. Die Männchen der Bachstelze, die in ganz Eurasien verbreitet sind, sind unterschiedlich weiß und grau oder weiß und schwarz gefärbt.
Die einzige Sorte der Bachstelze, die in auf dem amerikanischen Kontinent vorkommt, ist die gelbe Bachstelze, die in Alaska brütet und in Asien überwintert.
Die Bachstelze ist ein kleiner schwarz-weißer, gescheckter Vogel mit einem langen Schwanz. Sie ist etwa 18 Zentimeter lang mit einer Flügelspannweite von etwa 28 Zentimetern. Im Durchschnnitt wiegt eine Bachstelze rund 20 Gramm.
Anhand ihres Gefieders kann zwischen Männlein und Weiblein unterschieden werden. Das Sommerkleid der männlichen Bachstelze hat eine weiße Stirn, Wangen und einen weißen Bauch mit tiefschwarzem Gefieder an Krone, Nacken, Hals, Brust, Rücken, Flanken, Schwanz und Flügel. Der Schwanz hat weiße äußere Federn und die Flügel haben weiße Flügelstangen und weiße Ränder.
Das Wintergefieder des nicht brütenden Mannes ist grauer, die Brust ist weniger schwarz und die Flanke grau. Das Weibchen ist größtenteils dunkelgrau, aber Krone, Hals, Brust, Rumpf und Schwanz sind schwarz. Jugendliche sind bräunlich-grau und oft auch gelblich gefärbt.

Der Gesang der Bachstelze

Neben dem Verhalten der Bachstelze mit ihrer charakteristischen Schwanzbewegung ist ihre Stimme das liebenswerteste und markanteste Merkmal. Es kommt selten vor, dass eine Bachstelze in die Luft fliegt, ohne ihren frechen Ruf ertönen zu lassen.
Das Lied der Bachstelze besteht aus einer lebhaften Mischung aus ihrem charakteristischen Ruf und anderen Zwitschertönen, die sich auch dann von sich gibt, wenn sie von Greifvögeln verfolgt wird.
Während der Brutzeit singen männliche Bachstelzen von ihrem Sitz aus oder während des Fluges. Der Liedflug der Bachstelze variiert in Länge und Dauer.

Der natürliche Lebensraum der Bachstelze

Hinsichtlich ihres bevorzugten Lebensraumes ist die Bachstelze vor allem eines: Variabel. Die anpassungsfähige kleine Bachstelze kann das ganze Jahr über eine Vielzahl von Lebensräumen nutzen. Im Sommer lebt sie auf Ackerland und Moorland und im Winter zieht sie in die Vorstadtzentren. Insekten sind im Winter schwieriger zu finden und erklärt, warum viele Bachstelzen in Nordeuropa zu dieser Zeit nach Süden ziehen.
Im Winter bildet die Bachstelze auch große Gemeinschaftsquartiere in städtischen Gebieten. Sie kann zwischen Unterschlüpfen in der Umgebung großer Gebäude wie Krankenhäusern und Supermärkten und kommerziellen Gewächshäusern wählen, um dort die Nacht zu verbringen. Diese Gebäude sind oft wärmer als die umliegenden Gebiete und bieten einen gewissen Schutz vor Raubtieren.

Paarung, Nist- und Brutverhalten der Bachstelze

Die Bachstelze brütet hauptsächlich von Anfang April bis August, wobei die Brutzeit in nördlicheren Gebieten auch später beginnen kann.
Nur wenige Vögel sind vielseitiger in Bezug auf Nistplätze als die Bachstelze. Bachstelzen wählen zum Nisten in der Regel Orte aus, die so vielfältig sein können wie eine Lücke in einer Trockenmauer, ein Felsvorsprung unter einer Brücke, ein Stapel alter Holzpaletten oder andere Trümmer in einem Bauhof, ein stillgelegtes Nest einer anderen Art in einer Hecke, ein offener Bereich in einer Kletterwandpflanze oder einfach eine geschützte Stelle auf dem Boden in rauem und offenem Land ohne andere Nistmöglichkeiten sind akzeptable Nistplätze für die Bachstelze.
Das Nest selbst hat in der Regel eine ordentliche Becherform und wird aus Gras, Pflanzenstängel und anderem Pflanzenmaterial geformt, welches dann mit Federn, Haaren oder Wolle ausgekleidet wird. Das Nest der Bachstelze wird vollständig von dem weiblichen Vogel konstruiert, der auch den größten Teil der Bebrütung der Eier durchführt. Zwei Bruten pro Saison sind für Bachstelzen üblich. Dabei produzieren sie ein Gelege von fünf bis sechs Eiern, die nach etwa 13 Tagen schlüpfen. Die Eier sind hellgrau mit dunkelgrauen Flecken, glatt und glänzend und etwa 20 mm mal 15 mm groß. Das Männchen und das Weibchen bebrüten abwechselnd die Eier, und beide Erwachsenen füttern die Jungen. Bachstelzen bevorzugen es, Nistkästen mit offener Front zu verwenden.

Feinde und Gefahren der Bachstelze

Erwachsene Bachstelzen haben eine Reihe von natürlichen Feinden unter den Raubvögeln wie Falken, Habichte und Eulen. Küken und Eier und gelegentlich auch kleine erwachsene Tiere werden auch von Säugetieren gefressen. Natürliche Feinde der Bachstelze unter den Säugetieren sind zum Beispiel Wiesel, Eichhörnchen, Mäuse und Hauskatzen. In Reaktion auf Nesträuber plustern sich brütende Weibchen auf, wenn sich das Raubtier nähert.

Das natürliche Alter der Bachstelze

Wie die meisten kleinen Vögel leben Bachstelzen im Durchschnitt in der Regel nur zwei bis fünf Jahre. In einigen Fällen wurde bei Bachstelzen jedoch eine Lebensdauer von ungefähr zehn Jahren beobachtet.

So ernährt sich die Bachstelze

Bachstelzen ernähren sich in natürlicher Umgebung hauptsächlich von Insekten, die sie beim Durchsuchen von Rasenflächen, Feldern und an den Ufern von Gewässern finden. Die von den Vögeln bevorzugten Insekten sind typischerweise Fliegen und Raupen. Wenn Bachstelzen nach Insekten auf dem Boden suchen, laufen sie wiederholt auf und ab, nehmen kleine Gegenstände auf und jagen mobile Beute wie Käfer und kleine Spinnen.
Die Schwänze der Bachstelzen wedeln und bewegen sich bei der Nahrungssuche auf und ab oder sogar zur Seite, um Insekten aufzuschrecken. Es ist auch bekannt, dass Bachstelzen in seichtes Wasser waten, um dort nach Kaulquappen oder sogar nach kleinen Fischen zu suchen. Auch hier hilft ihnen der Schwanz bei der Nahrungssuche.
Eine weitere Fütterungsmethode, die Bachstelzen oft verwenden, ist das Fangen von Fliegen. Dabei bewegen sie sich wenige Zentimeter über dem Boden fliegend, um solche Insekten zu fangen. Sehr oft nehmen Bachstelzen beim Fliegenfangen die Beute im Zick-Zack-Flug auf und taumeln und kreisen dabei mit dem Schwanz als Ruder.

Futterstellen für Bachstelzen richtig einrichten

Große Gärten in der Nähe von Gewässern werden von Bachstelzen auf Nahrungssuche bevorzugt. Obwohl das Futter der Bachstelze fast ausschließlich aus Insekten besteht, ist sie gerade im Winter auch dankbar für winzige Reste anderer Lebensmittel. Dies ist ein Hauptanteil der Nahrung, den Bachstelzen in den Wintermonaten in der Stadt finden.
An Futterstellen im Garten sind lebende Würmer und Mehlwürmer wahrscheinlich das am besten geeignete Futter, obwohl die Vögel auch gerne Erdnussgranulat und Sonnenblumenkerne essen. Bachstelzen bevorzugen ihr Futter, wenn es auf dem Boden verteilt ist.