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Die richtige Außenkamera für den Garten

Sicherheitskamerra wird installiert
Foto: ETAP via Twenty20

Bewohner mit einem Garten am Haus wissen, dass Einbrecher gern mal um das Gebäude schleichen, um nach einer günstigen Zugriffsmöglichkeit zu suchen. Die Installation einer Außenkamera dämmt diese Gefahr ein und wirkt gleich in mehrere Richtungen. Zunächst dient ihre Präsenz der Prophylaxe, weil Einbrecher wenig begeistert davon sind, bei einem Einbruch gefilmt zu werden. Intelligente Außenkameras bieten den Bewohnern zudem mehrere Optionen, auf Gefahren zu reagieren. Selbst wenn es mal zu einem Einbruch kommt, helfen die Bilder der Polizei bei der Ergreifung der Täter. Wir gehen die Kriterien durch, auf die es beim Kauf einer guten Außenkamera ankommt.

Die Bildqualität

Je schärfer das Bild ist, desto besser funktioniert die Identifikation des Täters. Scharfe Bilder sind außerdem besonders dann willkommen, wenn die verdächtige Person sich in einiger Entfernung zur Kamera befindet. Heutzutage können Kunden bei Außenkameras Bilder in HD-Qualität erwarten. Viele Geräte besitzen sogar noch bessere Auflösungen in Full-HD-Qualität. Was die Fähigkeit der Überwachungskamera angeht, bewegte Bilder schnell und ruckelfrei zu übersetzen, so ist FPS die Kennzahl, die über diese Leistung Aufschluss gibt.

Das menschliche Auge ist in der Lage, zwischen 14 und 16 Bilder pro Sekunde (Frames per Second) als organische Bewegungsabläufe zu erkennen. Da Einbrecher bei einem Einbruch eher vorsichtig vorgehen, sollten deshalb Außenkameras mit einer FPS-Rate von 30 ausreichen, auch wenn auf dem Markt Kameras mit 60 FPS angeboten werden.

Sehen bei Nacht

Auch wenn der typische Einbrecher entgegen dem verbreiteten Glauben bevorzugt tagsüber kommt, möchte man die Nacht ebenfalls in den Einbruchschutz integriert haben. Nicht immer bekommt der Bereich im Garten nachts überhaupt Licht aus der Umgebung, zumal an vielen Grundstücken Hecken oder ein Sichtschutz vorhanden sind. Überwachungskameras für den Außenbereich verfügen über ein entsprechendes Nachtsehen, das sie durch Infrarotlicht und Restlichtverstärkung realisieren. Hier ist der Parameter, der über die Performanz des Geräts beim Nachtsehen Auskunft gibt, die Reichweite. Sie zeigt an, auf welcher Entfernung sich Gesichter bei Dunkelheit noch erkennen lassen.

Schutzklassen zur Einordnung der Resistenz

Outdoor-Überwachungskameras müssen wetterfest sein und resistent gegenüber Staub, damit dieser sich nicht ansammelt und in das Gehäuse in die feine Mechanik dringt. Zur Nachvollziehbarkeit der Resistenz von Außenkameras werden IP-Schutzklassen verwendet, wobei Experten den Schutzstandard IP 65 bis IP 67 empfehlen. Neben Schutz vor Stößen, Staub und vieles mehr bedeutet der Kameraschutz IP 65 einen Schutz vor Strahlwasser, IP 66 einen Schutz vor starkem Strahlwasser und IP 67 einen Schutz vor einem zeitweiligen Untertauchen.

Eine gewisse Stoßfestigkeit gehört zum Anforderungsprofil, nicht nur, damit das Modell nicht gleich kaputt geht, wenn es herunterfallen sollte, sondern auch, weil manche Einbrecher versuchen könnten, es zu zerstören. Auf diesem Gebiet hilft die IK-Stoßfestigkeitsskala weiter, die von IK 00 bis IK 10 reicht. Kameras mit der Schlagfestigkeit von IK 01 bis IK 05 trotzen zumindest Schläge mit der Hand und mit Faust. Einer Außenkamera mit dem Schutzgrad von IK 10 sollen nicht einmal Schläge mit einem 5 kg schweren Hammer, Schläge mit einem Baseballschläger, Tritte und Wurfgeschosse etwas anhaben können.

Einstellung und Bedienung

Wer größere Flächen in seinem Garten abdecken möchte, sollte auf Außenkameras zurückgreifen, die über ein breites Winkelspektrum von mindestens 70° bis 90° verfügen. Die Möglichkeit, die Winkel manuell einzustellen, sollte gegeben sein. Ein Zoom sorgt außerdem für eine höhere Aufstellungsflexibilität, denn mit ihm lassen sich Höhe und Position korrigieren. Außerdem kann der Zoom Personen kenntlich machen, die eigentlich weit entfernt sind. Auch die Größe des Bildsensors hängt mit der Fähigkeit der Kamera zusammen, die Sichtbarkeit auf größere Areale auszudehnen.

Extras und Funktionsumfang

Viele Außenkameras sind heute auf einem technologischen Level, das sie Bilder ans Smartphone senden können oder die Einbindung in das Smart Home ermöglichen. Geräte mit hoher Konnektivität lassen sich vollständig über einen Computer bedienen. Andere Geräte übertragen nur dann, wenn der Bewegungsmelder anschlägt und geben dies dann an den Besitzer weiter.

Dabei sind die Geräte zunehmend dazu fähig, harmlose Bewegungen herauszufiltern und Tiere zu erkennen. Hilfreich ist eine integrierte Lichtanlage, die sich bei einer Bewegung automatisch einschaltet. Alarmanlagen sollten hingegen besser manuell eingeschaltet werden, um das Risiko eines falschen Alarms zu vermeiden, der die Nachbarschaft aufschreckt. Attraktiv ist schließlich das Feature einer integrierten Gegensprechanlage, die es ermöglicht, vom Smartphone aus mit Freund und Feind im Außenbereich zu kommunizieren.