WPC Terrassendielen – die perfekte Alternative in Sachen Nachhaltigkeit

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Sie planen das Anlegen einer neuen Terrasse oder möchten Ihre alte Terrasse mit einem neuen Bodenbelag versehen? Hierfür gibt es natürlich verschiedene Möglichkeiten. Zu den besonders interessanten Produkten, die sich in den letzten Jahren auf dem Markt einen Namen gemacht haben, gehört WPC. WPC ist eine Abkürzung, die für „Wood Plastic Composite“ steht. WPC gilt als besonders nachhaltiger Baustoff, der dazu auch noch besonders pflegeleicht ist und gegenüber anderen klassischen Bodenbelägen für die Terrasse eine ganze Reihe spannender Vorteile mit sich bringt.

Wir von Terrasse-und-garten.net haben uns einmal näher mit dem Thema WPC befasst und zeigen Ihnen hier, welche Vorteile Terrassendielen aus WPC Ihnen tatsächlich bieten können und welche Schattenseiten dieser neue Baustoff mit sich bringen könnte.

Ist WPC wirklich so nachhaltig, wie die Hersteller behaupten?

Diese Frage stellen sich heute viele Verbraucher. Mancher Bodenbelag kommt für Hausbesitzer allein schon aufgrund seines CO2-Fußabdruckes nicht infrage. Mit diesem Thema hat sich auch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Programms „Schadstoffberatung – Sie fragen, wir antworten“ befasst.

Dabei hat die Verbraucherzentrale herausgestellt, dass die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und das Fraunhofer Institut für Holzforschung eine ökologische Bewertung für Terrassendielen aus WPC formuliert haben. Tatsächlich konnte WPC dabei in vielen Bereichen restlos überzeugen. So wurden Terrassendielen aus WPC beispielsweise als positiver bewertet als Tropenhölzer. Auch reiner Kunststoff schnitt in der Bewertung schlechter ab als WPC Terrassendielen. Nur einheimische Nadelholzdielen wurden als gleichwertig zu WPC Terrassendielen bewertet.

Ein weiterer großer Vorteil von WPC Terrassendielen ist der Umstand, dass diese Dielen recycelt werden können. Nicht wenige Hersteller werben aktuell beispielsweise damit, dass der Kunststoffanteil in den WPC Dielen aus recyceltem Material besteht. Darüber hinaus kann man bei einigen Anbietern abgenutzte WPC Terrassendielen zurückgeben, damit diese vom Hersteller wiederverwertet werden können. Damit haben diese Dielen klassischen Holzdielen etwas voraus. Denn diese werden nach der Nutzung in der Regel entsorgt und dann verbrannt.

Woraus genau bestehen denn nun eigentlich WPC Terrassendielen?

Wie der Name schon sagt, ist WPC ein Verbundstoff aus Kunststoff und Holz. Dieser besteht in der Regel aus rund 60 Prozent Holzfasern und zu 35 Prozent aus Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE). Weitere 5 Prozent des Gesamtgemischs wird von umweltfreundlichen Zusatzstoffen zum Verbinden und Färben des Gemisches gestellt.

Ein weiterer Grund für die Einschätzung von WPC Terrassendielen als sehr nachhaltig ist der Umstand, dass viele Hersteller für den Holzfaseranteil Holzmehl verwenden, das als Abfallprodukt in Sägewerken anfällt. Für die Herstellung von WPC Terrassendielen müssen daher keine zusätzlichen Bäume gefällt werden – es werden lediglich Reste verwertet, die sonst oftmals nur verfeuert werden würden.

Schon gewusst?

WPC wird gern mit dem ebenfalls recht neuen Baustoff BPC in Verbindung gebracht. Diese beiden Baustoffe haben allerdings nichts miteinander zu tun. Denn auch wenn beide den gleichen Kunststoffanteil enthalten, ist doch der Anteil an Naturfasern ein gänzlich anderer. Denn BPC steht für „Bamboo Plastic Composite“. Hier werden Fasern aus Bambusgras verarbeitet – diese sind deutlich weicher und weniger fest als Holzfasern. Darüber hinaus ist Bambus sehr anfällig für Pilze. Nur mit dem Einsatz von vielen chemischen Zusatzstoffen sind BPC Dielen für den Außenbereich geeignet. Wer aber auf Nachhaltigkeit bei der Auswahl der genutzten Baustoffe Wert legt, wird eher auf WPC Dielen als auf BPC Dielen zurückgreifen.

Welche Vor- und Nachteile bringen WPC Terrassendielen mit sich?

Ähnlich wie Terrassendielen aus Holz bringen auch die Exemplare aus WPC Vor- und Nachteile mit sich. Die Vorteile sind sicherlich in der einfachen Verarbeitung, der hohen Nachhaltigkeit und dem vergleichsweisen niedrigen Preis zu finden. Auch der Umstand, dass WPC nicht splittern und dass hier die Farbveränderung durch die UV-Strahlung deutlich geringer ausfällt als bei Holz, ist hier sehr positiv zu werten. Doch es gibt eben auch Nachteile bei diesem Baustoff.

Da wäre beispielsweise der Umstand, dass die Terrassendielen aus WPC sich – je nach Farbe – recht schnell aufheizen können, wenn sie direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Darüber hinaus gibt es WPC Terrassendielen nur als einfarbige Modelle. „Echte“ Holzmuster sowie farbige Abstufungen und eine ansprechende Holzoptik, wie sie von Astlöchern beispielsweise herrührt, suchen Sie bei WPC Dielen vergeblich.

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