Wer viel Zeit im eigenen Garten verbringt, möchte diesen auch wohnlich einrichten. Dies gelingt nur, wenn viele ansprechende Möbel und Einrichtungsgegenstände vorhanden sind. Ein echtes Gartenhaus gilt für viele hierbei als Gemütlichkeitsfaktor schlechthin. Aus naturbelassenen Materialien bestehend, fügt es sich harmonisch in die grüne Umgebung ein. Wer das Gartenhaus auf eigene Faust errichtet, benötigt hierbei unter anderem geeignete Wand- und Deckenpaneele. Diese vergrößern optisch den Raum, unterstützen die Konstruktion und erzeugen ein wohnliches Ambiente. Wie wäre es beispielsweise mit einem fein gemaserten Deckenpaneel, das die ansonsten dezent gehaltene Gartenlaube aufwertet? Einmal angebracht, vertragen Deckenpaneele oftmals eine andere Lackierung, damit sie mit dem restlichen Einrichtungsstil harmonieren. Der nachfolgende Artikel gibt nützliche Tipps und Tricks, was Gartenbesitzer beim Streichen der Deckenpaneele beachten sollten.
Deckenpaneele streichen: Eine Frage der Materialien?
Vorab sei gesagt: Gartenarbeit macht eine Menge Spaß, bedeutet aber natürlich ein gewisses Maß an Arbeit. Durchschnittlich 5,5 Stunden wöchentlich verbringen die Deutschen in ihren Gärten. Obgleich die meisten von ihnen zufrieden sind, kommen sie um einige Aufgaben nicht umhin. Beispielsweise dann, wenn es ans Planen und Einrichten vom Gartenhäuschen geht. Sind alle grundlegenden Arbeiten erledigt, stehen die Feinheiten an.
Zunächst einmal geht es darum, die favorisierten Deckenpaneele mit Steckmontage anzubringen. Oftmals entpuppt sich dies als aufwendige Arbeit, die mindestens zwei Leute gemeinsam erledigen sollten. Nach der Anbringung haben Sie die Wahl, ob Sie die Deckenpaneele weiterhin so belassen – oder diese eigenständig „überarbeiten“. Dies bietet sich etwa dann an, wenn die Gartenlaube „frischen Wind“ benötigt oder die Deckenverkleidung ein optischer Hingucker werden soll.
Vorab sei gesagt, dass sich nicht jede Art Deckenpaneel beliebig streichen lässt. Vielmehr spielt das Material eine Rolle, das Farbe und Lack annehmen muss. Holzvarianten sind in dieser Hinsicht relativ unkompliziert, da sie zunächst mithilfe des Schleifpapiers aufgeraut und gestrichen werden können. Auch bei MDF-Paneelen bereitet es keine Schwierigkeiten, diese mit lösungsmittelfreien Acryl- oder Latexfarben zu bestreichen. Echtholzpaneele hingegen müssen Sie zunächst vollständig abschleifen, ehe Sie dort eine Lackierung oder Lasur auftragen. Anders verhält es sich bei Kunststoffpaneelen, die unter Umständen überhaupt keine Farben annehmen.
Es gibt eine einfache Möglichkeit, dies eigenständig zu überprüfen: Tragen Sie hierfür die gewünschte Farbe auf einer möglichst unauffälligen Stelle auf. Sollte diese auf dem Material nicht haften, lässt sich die Stelle umstandslos mit Schleifpapier abschleifen. Anschließend ist es möglich, das Kunststoffpaneel mit einem Schwamm gründlich abzuwischen. Auf das getrocknete Kunststoff-Deckenpaneel können Sie eine Grundierung mit Acrylbeschichtung auftragen, um anschließend mit Acrylfarbe darüberzustreichen.
Anstrich vorbereiten: So gehen Sie vor
Es spricht einiges dafür, Ihre Deckenpaneele in der Gartenlaube neu anzustreichen. Einerseits handelt es sich dabei um eine kostengünstige Lösung, die viel Zeit spart und relativ einfach durchführbar ist. Andererseits bleibt Ihnen ein großer Gestaltungsspielraum, was Farben und Muster angeht. Nach der Entscheidung stehen zunächst die vorbereitenden Arbeiten an:
- Hilfsmittel zusammensuchen: Zum Streichen der Deckenpaneele werden Schleifpapier, Lack und Farbe sowie Malerbedarf und eine Leiter benötigt. Auch ist es abhängig vom jeweiligen Material notwendig, die Deckenpaneele für den Anstrich vorzubereiten.
- Paneele reinigen: Der zweite Schritt besteht für Sie darin, die Deckenpaneele gründlich zu reinigen. Grobe Ablagerungen, Klebereste und andere Verschmutzungen lassen sich mit Seifenlauge lösen. Es bietet sich an, wenn Sie sich für das Reinigen ausreichend Zeit nehmen.
- Raum vorbereiten: Neben den Deckenpaneelen muss das Gartenhaus für die anstehenden Arbeiten vorbereitet werden. Das bedeutet, Fenster und Türen mit Malerfolie abzudecken und geeignete Schutz- oder Malerkleidung anzuziehen.
- Paneele abschleifen: Alte Farbreste lassen sich mit einem Winkel- oder Schwingschleifer vorsichtig von den Paneelen abschleifen.
- Risse und Löcher verspachteln: Sobald alles abgeschliffen ist, können Sie alle noch vorhandenen Risse und Löcher verspachteln und nach dem Trocknen ggf. eine Grundierung auftragen.
- Richtige Farbe wählen: Am Ende geht es darum, einen geeigneten Farbton zu finden. Idealerweise fügt sich dieser harmonisch in das Interieur ein. Alternativ steht es Ihnen natürlich frei, mit dem neuen Anstrich einen Kontrast zu kreieren.
Deckenpaneele neu streichen
Sie haben es fast geschafft: Zuletzt müssen Sie die Deckenpaneele „nur“ noch streichen. Verwenden Sie hierfür das übliche Zubehör und tragen Sie den Farbton in mehreren Schichten auf. Achten Sie darauf, lieber etwas weniger Farbe mit einem Anstrich zu nehmen, damit nichts von der Decke tropft. Holz sollte übrigens immer in Richtung der Fasern gestrichen werden, damit die Farbe anschließend gleichmäßig verteilt ist. Erreicht die Farbrolle manche Zwischenräume nicht, lassen sich diese mit einem Pinsel nachbearbeiten. Bei den Schichten gilt: Zuerst kommt der Basislack, anschließend der Klarlack. Bei dunklen Paneelen ist oftmals Geduld gefragt. Mitunter ist eine vollständig weiße Grundierung vonnöten, ehe Sie Ihre Wunschfarbe auftragen können.
Wenn Sie unsere Tipps und Tricks beachten, gelingt Ihnen der neue Anstrich komplikationslos. Das Vorher-Nachher-Resultat an der Decke Ihrer Gartenlaube weiß Sie sicher zu beeindrucken!