Pflanzen im Garten, die Allergien auslösen

Essgruppe im grünen Garten
Foto: erive via Twenty20

Ein Garten dient vielen als Ort der Entspannung, bietet Abwechselung zum Alltag und die eigenen Kinder toben sich darin aus. Für Allergiker jedoch werden der Aufenthalt und die Arbeit in der Grünanlage zu einer wahren Tortur. Diverse Pflanzen lösen Allergien aus, was zu brennenden Augen, laufender Nase, Hautreaktionen oder Atemnot führt. Um dies weitestgehend zu vermeiden, empfiehlt sich, bereits bei der Gartengestaltung auf diese Auslöser zu verzichten.

Was kann im Garten Allergien hervorrufen?

Theoretisch können alle Pollen von Gräsern, Kräutern, Sträuchern und Bäumen Überempfindlichkeit oder gar eine Allergie auslösen. Daher ist es praktisch kaum möglich, eine allergenfreie Grünanlage zu haben. Zu den häufigsten Allergieauslösern bei Gewächsen gehören:

  • Pflanzensaft des Kirschlorbeers
  • bei Bäumen: Pollen von Birke, Buche, Douglasie, Eiche, Erle, Esche, Espe, Fichte, Hainbuche, Haselnuss, Kastanie, Kiefer, Lärche, Linde, Olivenbaum, Platane, Schwarz- und Silberpappel, Tanne, Ulme, Weide, Zeder und Zypresse
  • bei Sträuchern und Blumen: Blauregen, Fingerhut, Liguster, Maiglöckchen und Oleander
  • bei Gräsern: Pollen von Bambus, Flughafer, Gerste, Glaskraut, Glatthafer, Hafer, Honiggras, Hundszahngras, Knäuelgras, Lolch, Rispengras, Ruchgras, hohen Schwingel, Straußgras, Weizen, Wiesenfuchsschwanz und Wiesenlieschgras
  • bei Kräutern, Obst und Gemüse: Ambrosia (Ragweed, Traubenkraut), (Sauer-)Ampfer, Äpfel, Beifuß, Brennnessel, (Wild-)Erdbeeren, Gänsefuß, Knöterich, Mais, Sellerie, Tomaten und Wegerich

Neben unterschiedlichen Gartenpflanzen sind diverse Insekten, beispielsweise Bienen und Wespen, ebenfalls gefährlich für Allergiker, da ihr Insektengift bei einem Stich einen Kreislaufkollaps, Atemnot und sogar einen anaphylaktischen Schock auslöst, der im schlimmsten Fall zum Tod führt.

Weiterhin lösen Schimmelpilze verschiedene Reaktionen aus, die sich im Garten zum Beispiel in der Gartenerde, dem Komposthaufen, in der Biotonne oder unter dem Laub ansiedeln.

Wie können Allergien im Garten reduziert werden?

Ist man gegen gewisse Pollen und anderen Allergieauslösern überempfindlich, empfiehlt sich, dies bereits bei der Gartenplanung zu berücksichtigen. Grundsätzlich ist ratsam, auf Pflanzen zu verzichten, auf die man bekanntermaßen allergisch reagiert. In einigen Fällen sind jedoch nicht alle Unverträglichkeiten bekannt oder diese entwickeln sich erst im Nachhinein. Um diese Eventualitäten einzubeziehen, sollten folgende Punkte bei der Planung berücksichtigt werden:

  • Pflanzen mit großen Pollen kaufen, da diese schwerfälliger sind und weniger umherfliegen.
  • Weibliche Gewächse anschaffen, da diese keine Blütenpollen haben.
  • Den Sitz- und / oder Grillplatz nicht auf die Wiese, sondern auf die Terrasse verlegen, die aus Holz beziehungsweise Pflastersteinen besteht.
  • Statt Gartenteich einen Bachlauf oder ein Wasserspiel verwenden, da die Teichpflanzen ebenfalls Pollen tragen und sich zudem alle Blütenpollen auf der Wasseroberfläche sammeln.
  • Als Zaun, bzw. Sichtschutz besser Kletterpflanzen statt blühende Sträucher einsetzen.

Hilfe bei Allergien

Je nachdem, wie sich die Überempfindlichkeit bemerkbar macht, können verschiedene Mittel eingenommen werden, die sowohl im Wirkeintritt als auch in der Wirkdauer abweichen. Folgende Darreichungsformen sind in den Apotheken rezeptfrei verfügbar:

  • Tabletten
  • Augentropfen
  • Nasenspray
  • Salben

Am besten lässt man sich unter Angabe der akuten Beschwerden von einem Arzt oder Apotheker beraten, bevor ein Mittel gekauft wird, da die unterschiedlichen Präparate verschiedene Wirkstoffe beinhalten und abweichende Dosierungen empfehlen.

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