Terrassendielen aus Holz selbst verlegen – das ist wichtig

Terrassendielen werden verlegt
Terrassendielen werden meist von oben verschraubt. Es gibt allerdings elegantere Möglichkeiten | Foto: photovs / depositphotos.com

Dielen aus Echtholz sehen gerade im Außenbereich großartig aus und die Terrasse wird schnell zum Lieblingsplatz. Damit die Terrassendielen jahrelang wetterbeständig bleiben und den gewünschten Komfort bieten, sollten sie fachmännisch ausgesucht sowie verlegt werden. Die Art des Holzes haben ebenfalls einen großen Einfluss auf das Ergebnis.

Holzterrassendielen – das Wichtigste in Kürze

  • Teure Holzsorten sind meistens haltbarer und sehen edler aus.
  • Die Verlegung ist mittels Clips und Klammern oder mit Schrauben möglich.
  • Nur Profis oder geübte Laien sollten den Dielenboden verlegen.

Die verschiedenen Holzarten im Überblick: Lebensdauer und Unterschiede

Tropisches Holz ist in der Anschaffung teuer. Dafür sieht es besonders edel aus und bringt eine Lebensdauer von rund 25 Jahren mit. Hier handelt es sich um eine Mindestangabe. Das bedeutet, dass der Boden noch viel länger an Ort und Stelle belassen werden kann.

Handelt es sich um tropisches Hartholz von einer mittleren Qualität, wird dieses im Außenbereich zwischen 15 und 25 Jahren halten – je nach Belastung und Witterung. Der edle Look geht mit günstigeren Varianten ebenso einher wie mit den sehr teuren.

Wer sich für Terrassendielen aus echter Eiche entscheidet, darf sich mindestens 10 Jahre, häufig mehr, an einem schicken Boden für den Außenbereich erfreuen.

Günstiger in der Anschaffung sind die heimischen Holzarten Lärche sowie die Douglasie. Beide halten in den meisten Fällen 10 Jahre, manchmal kürzer.

Allen Terrassen aus Holz ist jedoch gemein, dass sie eine regelmäßige Holzpflege benötigen.

Montage der Dielen durch Schrauben

In der Regel besteht die Terrasse mit Holzboden aus einem Unterbau. Hier handelt es sich um Holzbohlen, die stabil und wetterfest sein müssen, aber optisch keine Rolle spielen. Diese Holzbohlen liegen direkt auf einer Platte aus Beton oder Stein. Die Platten sorgen einerseits für einen möglichst geraden Untergrund und halten andererseits Feuchtigkeit ab.

Die eigentlichen Dielen – die mit bloßem Auge sichtbar sind – werden mit dem Unterbau, bzw. Fundament, bestehend aus Betonplatte und Holzbohlen, verschraubt. Das Verschrauben funktioniert allerdings nur, wenn die Dielen massiv sind. Ansonsten könnte das Holz splittern, wenn Löcher hineingebohrt und Schrauben festgezogen werden.

Generell kann es beim Verschrauben passieren, dass das Holz beschädigt wird. Die Folge: Feuchtigkeit tritt ein, das Splittern wird wahrscheinlicher und die Optik leidet. Wer gerne barfuß auf der Terrasse läuft, könnte zudem an den Köpfen der Schrauben hängen bleiben.

Natürlich werden bei der Schraubmontage keine gewöhnlichen Schrauben aus dem Baumarkt verwendet, sondern ausschließlich spezielle Terrassenschrauben, die aus Edelstahl bestehen. Alle anderen würde rosten! Zudem sind die Schrauben darauf ausgelegt, in Holz verwendet zu werden, das sich laufend verändert. Dieses Naturmaterial dehnt sich, zieht sich zusammen und kann dadurch die Schrauben belasten.

Mit Clips und Klammern montieren: unkompliziert und günstig

Wer Clips und Klammern zur Montage verwenden möchte, sollte das von Vorneherein einplanen. Die Konstruktion hält nämlich nur dann, wenn die Clips und Klammern optimal sowohl zu den Dielen als auch zum Unterbau passen.

Manche Clips lassen sich mit einem sogenannten Schnellnagler anbringen. Diese Arbeit geht sehr leicht und schnell von der Hand. Die einzelnen Dielen werden nach dem Montieren direkt in den Halter gedrückt. Rasten die Dielen ein, bleiben Sie an Ort und Stelle, solange Terrassenbesitzer das wünschen.

Das sollten Verbraucher vor dem Verlegen beachten

Wer sich das Verlegen von Terrassendielen zutraut, sollte sich daran ruhig ausprobieren. Allerdings sind ein wenig Fingerspitzengefühl sowie die richtigen Werkzeuge und eine gute Planung unbedingt erforderlich. Sind Handwerker unsicher, zieht man besser den Profi hinzu. Ein sauberes und professionelles Arbeiten trägt einen wichtigen Teil dazu bei, dass die Dielen auf der Terrasse lange halten und komfortabel nutzbar sind.

Der Unterbau muss stabil und keinesfalls verschiebbar sein. Ansonsten kann es passieren, dass die Konstruktion nicht hält und die Dielen wieder abgenommen werden müssen. Je nach Montageart und Dielenstärke kann das Holz hierbei Schaden nehmen.

Ein Gefälle von mindestens einem Prozent sorgt dafür, dass das Regenwasser abfließt. Wichtig: Das Wasser muss vom Gebäude weg fließen, nicht in die Richtung des Gebäudes. Ansonsten steht schnell der ganze Keller unter Wasser, nur weil der Terrassenboden nicht korrekt geplant wurde!

Spannungen können dafür sorgen, dass Risse in den Dielen entstehen oder sich sogar einzelne Verbindungen lösen. Deshalb sollten die Unterkonstruktion und die Dielen selbst auf Regen, Temperaturveränderungen und Belastung ähnlich reagieren.

Zwischen dem Boden der Terrasse und der Wand des Hauses muss ein wenig Abstand gelassen werden, damit die Luft stetig zirkuliert. Auf diese Weise vermeidet man Schimmel. Zudem dehnt sich Holz aus, wenn es feucht wird.

Fazit: Dielen aus Holz gezielt auswählen

Möchten Laien einen neuen Holzboden auf der Terrasse verlegen, sollten sie sich einige Gedanken über das passende Holz und die Montageart machen. Wichtiger als ein günstiger Preis sind Qualität sowie Haltbarkeit. Wer die Montage nicht selbst ausführen kann, setzt auf Profis, die Sicherheit sowie Langlebigkeit fokussieren.

Lesetipp: Vor- und Nachteile von Holzterrassen

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